Zukunftsperspektiven für Akademiker

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Wie es zu dieser Website kam:

Jeden Monat beglückt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ihre Mitglieder mit einer Vereinszeitschrift, den Nachrichten aus Chemie, Technik und Laboratorium (kurz "Blaue Blätter" genannt). Die Redakteure dieser Zeitschrift sind stets darum bemüht, jungen Akademikern neue Perspektiven aufzuzeigen und neue Betätigungsfelder zu erschließen:

So erschien in der Ausgabe der  "Blauen Blätter" vom Januar '98 auf Seite 87 (Rubrik "Beruf und Karriere") der Artikel Pharmaberater - Chance oder Krise?", der dem flexiblen Akademiker diesen so abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf vorstellt. Dieser Artikel hat mich sehr beschämt, hatte ich doch bisher keinen Beitrag dazu geleistet, Akademikern neue Perspektiven zu eröffnen. Also entschloß ich mich dazu, einen entsprechenden Artikel zu verfassen (Reststoff-Kollektor - Krise oder Chance?) und an den Chefredakteur der "Blauen Blätter" zu senden.

Es passierte was passieren mußte: Mein Ansinnen wurde anfangs einfach nicht zur Kenntnis genommen. Weder eine Eingangsbestätigung noch eine Ablehnung und schon gar keine Zustimmung erreichten mich. Nein, nein, nein - das ist natürlich keine Zensur. Wie kann ich mich nur dazu erdreisten, in der Zeitschrift eines Vereins zu veröffentlichen, der von hochverdienten Persönlichkeiten geleitet wird, die bereits im Vorstand großer Unternehmen oder als Ordinarien ihren Mann gestanden und sich gegenseitig schon sehr viele Preise verliehen haben. Muß ich als kleines Doktorchen nicht damit zufrieden sein, daß man mir die Gnade der Mitgliedschaft gewährt hat? So war ich im Januar 2000 freudig überrascht, als mir mitgeteilt wurde, daß mein Artikel nun in der April-Ausgabe der "Blauen Blätter" erscheinen soll - auch wenn der Zusammenhang zum Pharmavertreter-Epos nicht mehr für jedermann erkennbar ist..

Offensichtlich war es der ehemalige Chefredakteur, der in seiner bescheidenen Art eine solche Würdigung des Lebenswerkes seiner Generation einfach nicht zulassen konnte. Nun da er seinen wohlverdienten Ruhestand in Leuna beim Spazierengehen mit dem Rauhhaardackel um den Steamcracker genießen kann, ist offensichtlich die Zeit für eine Veröffentlichung gekommen. Neben den beruflichen Perspektiven, die dieser Artikel aufzeigt, müssen endlich auch mal die Leistungen einer Generation gewürdigt werden, der es durch Ihren bis fast zur Erschöpfung führenden Einsatz gelang, die Zahl der Arbeitslosen unter 10 Millionen zu halten. Neben der wohlverdienten Altersversorgung, soll auch mein Artikel Bestandteil einer Würdigung sein.

Es ist mir somit eine besondere Freude, meinen Artikel auch im Internet jedermann zur Weiterveröffentlichung anzubieten. Ich bitte darum, die betreffenden Textpassagen mit der nötigen Würde zur Kenntnis zu nehmen.

Benno Bös


© Copyright 1998, Benno Bös

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